Grundlagen

Welches prozedurale Wissen brauchen/haben wir?

Eine der wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit ist die Verfahrenstheorie.

Verfahrenstheorie

Zweck einer Verfahrenstheorie ist die anwendungsorientierte und aktivierende Erforschung der prozeduralen Dimension von co- aktiver Problemlösung. Als transdisziplinäre Metatheorie versucht sie, die Vielfalt neuer Vorgehensweisen anhand eines plastischen, in sich schlüssigen und einfachen Grundmodells schnell ein- und zuordnen zu können.
Denn Möglichkeiten Verfahren systematisch zu beschreiben und zu positionieren gibt es prinzipiell viele, doch welche Beschreibungs- und Systematisierungsansätze sind langfristig und weitsichtig die besten?

Eine Theorie über Verfahren ist von Nöten! Da es Sinn und Zweck von Theorien ist, in die bunte und verwirrende Vielfalt an beobachtbaren Phänomenen eine systematische und funktionale Ordnung zu bringen, ist letztlich jede Theorie selbst nichts anderes, als ein diskursives Metaverfahren: Also eine stringente Erzählung, die Gedanken anleitet, wie sie Ordnung ins scheinbare Chaos, Erkenntnis in die rätselhafte Realität, bringen können.
Ein gemeinsames Merkmal der meisten neuen Verfahren ist, dass sie partizipativer sprich offener (z.B. gegenüber „Störungen“) sind. Was bedeutet dies für eine passende Theorie?
Diese sollte dem praktisch-partizipativen Charakter entsprechen, denn der Charakter einer Theorie sollte mit dem Geist seines Gegenstandes korrespondieren. Die Verfahrenstheorie versteht sich als praktische Sozialwissenschaft: Als Vorgehens-, nicht Herangehensweise, als Wissenschaft des Gestaltens, nicht allein des Verstehens.

Funktionsdimensionen 

Auf drei Dimensionen kann die Verfahrenstheorie am Ende zu einem besseren Verständnis und besserer Anwendung behilflich sein:

  1. Intra: Hier wird das Zusammenspiel der verschiedenen Methoden und Elemente des Verfahrens, durch maßgeschneiderten Anpassung und Rekombination, optimiert. Wie muß ich das Verfahren adaptieren, damit das Anliegen gelöst wird? Welche Methoden sollten dafür wo und wie eingesetzt werden? Wie muß der genaue Zeit-/Aktions- /Masterplan aussehen?
  2. Extra: Des Weiteren hilft die Verfahrenstheorie, das Anwendungsprofil eines Verfahrens klarer zu machen: Welches sind die typischen Anwendungsgebiete eines bestimmten Verfahrens? Wann kann dieses Verfahren eingesetzt werden?
  3. Inter: Schließlich unterstützt die Verfahrenstheorie darin, für jeden Fall das geeignete Verfahren finden: Welches Verfahren kann ich nehmen? Wo kann/muss ich suchen? Worauf muß ich dabei achten? Hier wird also nicht von einem bestehenden Verfahren ausgegangen, sondern aus Sicht eines bestehenden Anliegens nach dem optimalen Vorgehen gefragt.

Inhalt der Verfahrenstheorie:

Taxonomieentwurf-RDF-k.pdf und Positionierung-GW.pdf

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