Labore

Was sind geeignete Formate, um sich über die prozedurale Theorie und Praxis auszutauschen und Verfahren weiterzuentwickeln?

Unsere bisherigen Labore waren unter anderem:

Polytechnikum für Governance

Die Idee hinter dem Polytechnikum ist, einen Raum zu geben in dem – vor allem prozedurale – politische und soziale Techniken gelehrt und entwickelt werden können. Dies scheint nämlich bisher in unserer Gesellschaft zu fehlen: Es gibt zwar unzählige politische Techniken, Prozeduren und Fertigkeiten, jedoch keine systematische Forschung und Lehre dazu.

Gerade diese Fülle an Verfahren stellt Prozess- und Projektverantwortliche immer mehr vor die Qual der Wahl:

  • Wann wie welches Verfahren anwenden? Und wann gerade nicht? 
  • Wie diese kombinieren? Und wie jeweils anpassen und flexibel anwenden? 
  • Und welches sind die Wechselwirkungen – bestärkende und störende – zwischen diesen? 

Seit 2002 wurde darum in Zusammenarbeit mit diversen Forschungsprojekten eine politische Verfahrenstheorie entwickelt, die sich als Anwendungswissenschaft dieser politisch-sozialen Zukunftstechniken versteht.

Im August 2012 fand das Sommer-Polytechnikum für Governance am Bodensee statt. Es wurde von Studenten der Universität Konstanz und der Zeppelin Universität Friedrichshafen besucht. Die Ankündigung dazu  Stattdessen.!. Sommer-Polytechnikum für Governance 27.08 – 31.08.2012

Sezessionskränzchen

Im April und Mai 2012 fanden zwei Sezessionskränzchen statt, die sich an die aufklärerischen Reformkränzchen des 18 Jahrhunderts anlehnten. Folgender Aufruf entstand in Folge dieser Treffen:

Eine akademische Sezession für einen gesellschaftlichen Reifeprozess!

Die Sezessionsbewegung versteht sich als Hefe eines notwendigen, anstehenden und wünschenswerten Epochenumbruchs: Aus der Krise einer naiven, prosperitätsfixierten Moderne und desillusioniert desorientierten Postmoderne hin zu einer reifer und erwachsener gewordenen Maturität der Weltgemeinschaft. Es geht darum, den Kater des modernistischen Übereifers, dessen letztes Aufbäumen wir gerade erleben – die Postmoderne – zu überwinden, indem das Erwachsenwerden der Menschheit nach dem naiven und übermütigen Jahrhundert verantwortungsvergessener Machbarkeitseuphorien als Entwicklungsparadigma gesetzt wird: Werde erwachsen! Habe den Mut Dich nicht von (System-/Sach-)Zwängen treiben zu lassen, sondern lerne diese zu kultivieren!

Die Kompetenzen dazu, wie Systeme so gestaltet und moderiert werden können, dass sie sich gemäß ihrem Zweck entwickeln, ist die Herausforderung der sich diese Sezessionsbewegung stellt. Das Wissen, wie dies gelingt ist in den letzten Jahrzehnten u.a. in Bereichen der Organisations- und Personalentwicklung, der Didaktik und Pädagogik und der partizipativen Politik und Gesellschaftsentwicklung entwickelt worden. Nun geht es darum, diese Schlüsselkompetenzen auf einer breiten gesellschaftlichen Basis zur Verfügung zu stellen. Beispiele wie diese Treibhäuser der Zukünfte aussehen können, gibt es bereits genug. Auch die zugrundeliegenden Haltungen und Kompetenzen sind hinreichend bekannt, die Sezessionsbewegung versteht sich darum als Treibhaus für diese Treibhäuser.

In diesem Kreis legen wir den Samen für die Gründung einer akademischen Sezessionsbewegung für die Neugestaltung gesellschaftstransformierender Bildung. Sezesssion – inspiriert von den künstlerischen Sezessionisten um 1900 aus deren Loslösungsbestrebungen dann u.a. das Bauhaus sich entwickelte.

Impulse aus den konstituierenden Sezessionskränzchen am 23. 4. und 26. 5. 2012

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