Demokratie in der Krise: Krisengovernance in Zeiten von Corona

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Datum/Uhrzeit
Date(s) - 9 Mrz 2020 until 10 Mrz 2020
12:00 AM - 11:59 PM

Ort
ev. Akademie Loccum

Kategorie
Kooperationen


Aufgrund der aktuellen Lage und als Vorbereitung des Loccumer Partizipation Innovation Camps wurde im kleinen Expertenkreis das Anforderungsprofil, welches Corona an ein demokratisches Krisengovernance stellt, durchgespielt. Auslöser war, daß mir seit Mitte Februar als Prozeßberater manch besorgniserregenden Einblick in unzureichende, ja teils chaotische Krisenregelungsprozesse (z.B. in Form von Krisenstäben) aufgefallen waren und ich darum dies mal näher durchspielen wollte, wo und wie Corona eine besondere Form der Koordinierung, Moderation und Führung, nämlich der Krisengovernance erforderlich macht. Wir wissen zwar jetzt zu Beginn nicht, wie sich die Corona-Krise weiterentwickelt, aber wir können bereits jetzt sehen, daß die Krisengovernance-Kompetenzen selbst Teil der Krise sind und darum zu Unsicherheit und Ängsten beitragen.

Im doppelten Sinne gilt darum: Demokratie in der Krise!

1) Denn die Corona-Krise (insbesondere die Auswirkungen des Shutdown und der aktuelle Stil des Durchregierens im Notfallmodus unter Aufhebung wichtiger demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien) gefährden unsere partizipative Demokratie.

2) Gerade in der Krise, kann und sollte eine Demokratie ihre Stärke ausspielen, denn Partizipation hilft mehr und bessere Ideen, Ressourcen, Eigenverantwortung und Kooperation zu aktivieren und zu bündeln. Wann, wenn nicht in der Krise kommt es auf jeden und alle an.

Dieses Krisenbewältigungspotential zu entfalten ist Ziel einer guten Krisengovernance. Sprich, was sind gute Verfahren zur Koordinierung von Prozessen in Planungs- und Krisenstäben z.B. in Krankenhäusern, Schulämtern, Firmen, Gemeinden usw. …? Wie und womit können jetzt Reserven mobilisiert, Player aktiviert und Aktivitäten koordiniert und gebündelt werden, um schnellstmöglich das Gesundheitssystem auszubauen, Engpässe zu beheben, Heilmittel zu entwickeln? Und wie werden wir all die Folgewirkungen auf- und abarbeiten? Krisengovernance entwickelt dazu Tools, kümmert sich um solche Koordinierungsstellen, schult und coacht solche Krisen-Moderatoren und modernisiert laufend die dazu erforderliche Krisengovernance(Infra-)Strukturen Doch wo und wie setzen wir an?

In diesem Toolshop wollen wir deshalb sowohl einen Überblick zu Krisen-Governance geben, mittels der Meta-Matching-Method das Anforderungsprofil von Krisen-Governance für die aktuelle Lage erarbeiten und erste Ansatzpunkte priorisieren und zusammengetragen.

Hier finden Sie die Dokumentation dieser vergangenen Veranstaltung. 

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